Ein großer Sandkasten in Fürth

Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken ist Projektpartner der "Sandachse Franken", des größten Projektes im BayernNetzNatur. Er führt im Auftrag von Städten und Gemeinden Pflegemaßnahmen auf Sand-flächen aus und legt solche Flächen auch neu an.
Hier ein Beispiel:

Ein Bett für den Sand...

Im Fürther Pegnitztal wurde im September 2003 eine 1.500 m² große Sandfläche angelegt, auf der bedrohte Tier- und Pflanzenarten der Sandmager-rasen einen neuen Lebensraum finden sollen. Die Fläche befindet sich an der "Mainau" am östlichen Rand der Aue, direkt neben dem Pegnitztal-Radweg nach Nürnberg.
Dazu wurde zunächst auf einem Geländestreifen am Rand der Talaue der Oberboden einen halben Meter tief abgetragen. Das Grundstück gehört der Stadt Fürth; Auftraggeber war das Amt für Umweltplanung, Abfallwirtschaft und städtische Forste.


 
Der Sand kommt an

Der Sand kommt an...

Mit großen Lkw wurden etwa 700 m³ Sand angefahren, den die Bagger des Wasserwirtschafts-amtes Nürnberg nur wenige hundert Meter weiter aus dem Auenboden gebaggert hatten: dort wurde nämlich zeitgleich im großen Maßstab die Pegnitz wieder "in Schleifen gelegt".

   
Der Sand wird eingebaut

....und wird verteilt

Das vorher ausgehobene "Bett" wurde nun mit dem Sand aus der Pegnitz wieder aufgefüllt. Sand ist ein nährstoffarmes Material, auf dem nur wenige Spezialisten ein Auskommen finden.

   
Die fertige Sandfläche

Sandbienen und Ödlandschrecken

Die neue Sandfläche wurde an manchen Stellen einige Meter auf den Flussterrassenhang hinauf gezogen. Auf dieser Steilfläche wirkt die Sonneneinstrahlung umso intensiver - Sandlaufkäfer und Blauflügelige Ödlandschrecke können dort Wärme und Energie tanken.

Diese Arten sollen von Sandmagerrasen einwandern, die als kleine Restflächen in der Nähe noch vorhanden sind.

 

     
Die fertige Sandfläche

Landwirtschaftsschüler helfen mit

Die Schülerinnen und Schüler der Berufsgrundschul-klasse der Staatlichen Berufschule I (Abteilung Agrarwirtschaft) in Fürth sorgte im Februar 2004 dafür, dass die neu angelegte Sandfläche mit Sandrasenarten "geimpft" werden konnte, um die Besiedelung durch die wertvollen Pflanzen und Tiere zu beschleunigen.

Dafür wurden auf einem Grundstück im Osten der Stadt Nürnberg zunächst Rasensoden abgetragen und somit vor der Zerstörung durch Überbauen gerettet.

Die Schüleraktion wurde fachlich vom Landschaftspflegeverband, der Agentur Sandachse und dem Amt für Umweltplanung der Stadt Fürth begleitet.

   
Die fertige Sandfläche

Tatkräftiger Einsatz mit der Schaufel...

Die Rasensoden aus Nürnberg wurden im Pegnitztal in Fürth "ruck-zuck" wieder eingebaut.

   
Die fertige Sandfläche

...und mit dem Rechen

Zusätzlich brachten die Jugendlichen noch Mager-rasensaatgut aus, das aus der Nachzucht von einheimischen Pflanzen gewonnen worden ist. Wir sind gespannt, welche von den hier ausgebrachten Pflanzen im Frühjahr austreiben und den Grundstock für eine neue Naturschutzfläche in Fürth bilden werden.

 

Mehr Informationen zu Sandlebensräumen finden Sie auf der Homepage der Sandachse Franken.

 

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